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Ev.-luth. Kirche in Landesbergen

Adresse

Am Kirchplatz 5
31628 Landesbergen
Telefon: 05025 6358
Telefax: 05025 267
Website: www.kirche-landesbergen.de

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Öffnungszeiten

Der Kirchenschlüssel ist im Pfarramt erhältlich.

Weitere Informationen

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Die Landesberger Kirche ist das älteste noch erhaltene Bauwerk des Dorfes. Die Landesberger Kirche stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert; prägend sind allerdings barockisierende Umbauten aus dem 19. Jahrhundert. Im Inneren ist das bei Kunsthistorikern und Bauingenieuren weithin bekannte Kreuzgratgewölbe erhalten geblieben, das die Landesberger Kirche zu einem Baudenkmal besonderer Qualität macht. Ansonsten hat der Innenraum unter einer Total-Sanierung im Jahre 1960 sehr gelitten; erhalten blieb lediglich ein barocker Kanzelprospekt von 1822. 

Inmitten eines Ensembles historischer Gebäude (Alte Schule, jetzt Gemeindehaus, Kantorhaus, Pfarrscheune), von alten Linden umsäumt, findet man die Kirche in der Ortsmitte Landesbergens. Der Hauptteil des Kirchenbaus stammt aus dem 12. Jh. und ist somit romanischen Ursprungs. Das kreuzgratlose Gurtbogengewölbe im Innern der Kirche ist vergleichsweise selten und hat der Landesberger Kirche Einträge in verschiedene Kunstreiseführer erbracht. An dem Kirchbau wurde in späteren Jahrhunderten weiter gebaut, z. B. die Fenster in barocker Bauweise umgestaltet. So wurde auch das Kirchenschiff um zwei (verkürzte) Joche verlängert, weil die Kirche im 19. Jh. für die angewachsene Ortsbevölkerung zu klein geworden war. Die Baunähte sind außen an der Kirche noch gut zu erkennen (1822). Außerdem wurde in jenen Jahren der Kirchturm errichtet, der allerdings aus Kostengründen nicht durch fugenlose Quarder, sondern in Bruchsteinmauerwerk ausgeführt worden ist. Damit wurde ein früher vorhandener Dachreiter ersetzt. Der letzte große Umbau des Kirchenbaus, datiert von 1960, betraf den Innenraum. Entfernt wurden (leider) der barocke Kanzelaltar, die historische Röver-Orgel sowie der größte Teil der Emporen. Die Kirchengemeinde ist bemüht, diese Verluste durch Neuanschaffung auszugleichen. Erwähnenswert ist noch die Grablege des Estorfer Adelsgeschlechtes von Freytag direkt neben dem Kirchturm, in der sogar ein königlich-hannoverscher Generalfeldmarschall seine letzte Ruhestätte gefunden hat.

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