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Pfarrkirche St. Martin Nienburg

Adresse

Kirchplatz
31582 Nienburg
Telefon: 05021 916310
Telefax: 05021 916312
E-Mail: kg.martin.nienburg@evlka.de
Website: www.martin-nienburg.de

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Öffnungszeiten

April-Dezember: Montag-Freitag 10.00-12.00 Uhr und 15.00-18.00 Uhr (Nov./Dez. bis 17.00 Uhr), Januar-März auf Anfrage

Weitere Informationen

St. Martin Kirche

St. Martin Kirche

Im Herzen der Altstadt Nienburgs liegt die Pfarrkirche St. Martin, eine dreischiffige Hallenkirche in norddeutscher Backsteingotik. Sie gilt als Hauptkirche und Wahrzeichen der Stadt.
 
Ihr heutiges Aussehen – abgesehen vom Turm – erhielt die Kirche im 14. und 15. Jahrhundert. Reste der romanischen Ursprungskirche (ein schlichter Holzbau) aus dem späten 12. Jahrhundert findet man in einer freigelegten Sockelpassage auf der Südseite und in dem zugemauerten romanischen Tor an der Nordwand. Der Grund des Umbaus dürfte die Teilung der Grafschaft Hoya im Jahre 1345 sein. Während Graf Gerhard in Hoya residierte, machte Graf Johann Nienburg zu seiner Residenz und damit die Martinskirche zur Grablege seines Familienzweiges.

Maßgeblich geprägt wird das Aussehen der Martinskirche allerdings durch ihren Turm. Der Sockel aus Sandstein stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im 30-jährigen Krieg wurde der Turm schwer beschädigt und nach dem Krieg durch einen Notturm ersetzt. 1896 wurde dieser Notturm abgetragen und durch den etwa 72 m hohen neugotischen Turm ersetzt.

Im Gewölbe des Turms stehen die Sarkophage der Grafen Jobst II. und Otto VIII. und ihrer Frauen. Bis 1830 hatten die Tumben im Chor gestanden, unter dem sich die Gruft der Grafen befand. Der Eingang hinter dem Altar ist inzwischen zugemauert worden. Zur weiteren Ausstattung der Kirche gehören eine ganze Reihe von Epitaphen verschiedener Nienburger Familien und Einzelpersonen. Die Fassung der Kreuzrippen in den Seitenschiffen entspricht der Freilegung von 1993, im Chor der von 1988. Vermutlich im 16. Jahrhundert sind alle Ausmalungen mit Kalk überzogen worden. Zu den besonderen Kunstschätzen dieser Kirche gehören die berühmten Zwölf Apostel des Meisters von Osnabrück (um 1520), die lange Zeit verschollen waren. Erst 1878 kehrten sie in die Martinskirche zurück. Eine gemeinsame Aktion von Kirche und Stadt hatte sie vor einer Versteigerung in London gerettet.

Die neue Orgel ist 1997 von der Werkstatt Jann aus Alkoven bei Regensburg nach dem Prospektentwurf des Architekturbüros Grundmann und Hein, Hamburg, eingebaut worden. Sie verfügt über 38 Register in drei Manualen, einem Pedalwerk und einem Zimbelstern.

Eine Innenbesichtigung und Turmbesteigung sind nach Vereinbarung möglich.

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