Mittelweser-Navigator

Ev.-luth. Johannis der Täufer-Kirche, Drakenburg

Adresse

Kirchstraße 14
31623 Drakenburg
Telefon: 05024 286
E-Mail: kg.drakenburg-heemsen@evlka.de

Tipp auf der Karte anzeigen »

Öffnungszeiten

Gottesdienst: sonntags 10 Uhr, jeden 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr

Karwoche, Pfingstwoche und Jubiläen 10.00 bis 17.00 Uhr

Weitere Informationen

St. Johannis der Täufer Kirche

St. Johannis der Täufer Kirche

Diese Kirche ist eines der ältesten Gotteshäuser im Mittelweserraum. Westliches und mittleres Joch stammen aus dem 12. Jahrhundert, das östliche (Chorraum) und die Gewölbe aus dem 15. Jahrhundert. Zwei unterirdische Gänge führten vom Schlossgut und vom Pfarrhaus durch den Keller der Kirche in den Chorraum. Das Kellergewölbe diente früher Adeligen und Priestern als Grablege. Sehenswerte Kunstgegenstände: Altar, Kanzel, Taufstein, Priechen, Epitaph und Wappenschild eines Bischofs, 2 farbige Kirchenfenster und Grabplatten an den Außenwänden. Der Turm der Kirche wird zurzeit aufwändig saniert. Er musste dazu  fast abgetragen werden und wird mit den alten Steinen wieder aufgebaut.

Die erste urkundliche Nachricht über Drakenburg stammt aus dem Jahre 1025. Über das Alter der Kirche gibt es keine zuverlässige Zahl. Der Chorraum ist der älteste Teil der etwa um 1250 erbauten Kirche. Wahrscheinlich bestand er zunächst als kleine Kapelle, die dann durch den Anbau des Mittelschiffes zur Kirche erweitert wurde. Ein hinter dem jetzigen Altar vermauertes Fenster zeigt an, dass der frühere Altar, der dort z.Zt. der Reformation stand, wesentlich niedriger gewesen sein muss. Der Altar wurde 1707 der Kirche geschenkt. Er ist mit Säulen, Schnitzereien, Ölgemälden und Figuren reich verziert. Ganz oben ist der siegende Christus, mit der Lanze eine Schlange zu seinen Füßen durchbohrend. Darunter sieht man drei Ölgemälde: Das untere stellt den Sündenfall dar, das obere den auferstandenen Christus. Die weißen gewundenen Säulen sind mit grünem und goldenem Blattwerk verziert. An den Außenseiten stehen in Holz geschnitzt die vier Evangelisten. Die bunten Fenster zu beiden Seiten des Altares wurden 1925 gestiftet. Der achteckige Taufstein rechts im Chorraum stammt aus dem Jahre 1647. Die schön geschnitzte und farbenprächtige Kanzel ist aus dem Jahr 1628. Sie zeigt in vier Tafeln die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Der Schalldeckel trägt die Inschrift: „Heute, so ihr seine Stimme höret, so verstocket euer Herz nicht (Psalm 95,8)“. Die Kirche hat drei Emporen, die sog. Bürgerpriche stammt aus dem Jahr 1707. Sie wurde von Bürgern errichtet, die keinen eigenen Platz in der Kirche hatten. Die Orgel von 1843 ist vom Orgelbauer Wilhelm Meyer aus Hannover. Der Turm wird 1643 oder kurz davor wieder aufgebaut worden sein, nachdem der alte Turm dem großen Brand 1627 zum Opfer gefallen war. Die beiden Glocken stammen ebenfalls von 1643, die Kronleuchter von 1653.

 

« zurück zur Übersicht »